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Interkulturelle Öffnung - Weiterbildung
- Selbsthilfe
Dieses Projekt ist vom Land Steiermark finanziert und hat eine
Laufzeit bis Ende 2002.
Projektleiterin ist Mag.a Dr.in Annette Sprung.
Das Projekt, das sich aus einem Forschungs- und einem Weiterbildungsteil
zusammensetzt, zielt auf die Umsetzung von drei Schwerpunkten der
Integrationsarbeit ab, die im Verantwortungsbereich verschiedener
AkteurInnen verortet sind:
1.
Integration bedeutet eine Anpassung aller Institutionen des Sozialwesens
an veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen - in Hinblick
auf die "multikulturelle" Bevölkerungsstruktur soll
eine "interkulturelle Öffnung" erreicht werden. Daher
wird im ersten Teil des Forschungsprojektes die Kommunikation zwischen
BehördenmitarbeiterInnen und MigrantInnen in Dienststellen
der Landesverwaltung (v. a. soziale Dienste in den Bezirkshauptmannschaften)
untersucht. Neben der Befragung in ausgewählten Bezirken wird
am Beispiel der Stadt Kapfenberg eine Fallstudie zum Zusammenhang
zwischen Verwaltungsreform und interkultureller Öffnung erarbeitet.
2.
Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse werden in mehreren Modulen
Weiterbildungsmaßnahmen für das Personal der untersuchten
Einrichtungen, sowie für MitarbeiterInnen sozialer Dienste
in den steirischen Bezirken konzipiert und durchgeführt. Ziel
ist, auf den Umgang mit Differenz und Vielfalt umfassend vorzubereiten
und die Handlungskompetenzen der MitarbeiterInnen in interkulturellen
Situationen zu erhöhen.
Eine weitere Zielgruppe der Analyse interkultureller Kompetenzen
stellen Ausbildungsinstitutionen im Sozialbereich dar. Durch Interviews
mit der Leitung und Lehrkräften einschlägiger Ausbildungsstätten
(Kindergärtnerinnen, ErzieherInnen, Hebammen, Fachhochschule,
Kollegs für Sozialpädagogik etc.) bzw. der Analyse von
Lehrplänen soll der Status Quo der Lehre interkultureller Inhalte
erhoben und Empfehlungen ausgearbeitet werden.
3.
Bei der Integrationsarbeit wird meist viel in den Aufbau von Unterstützungsangeboten
investiert, die von Einheimischen professionell angeboten werden.
Dabei sollten aber der Gedanke der Selbsthilfe und das Ziel der
Partizipation von MigrantInnen nicht aus den Augen verloren werden.
Es gilt Strukturen aufzubauen, die Selbstorganisation zulassen und
fördern und einer Entmündigung entgegenwirken. Damit ist
auch eine demokratiepolitische Zielsetzung verbunden.
Das Projekt beabsichtigt, einen Überblick über die bestehenden
Strukturen in der Steiermark, sowie deren Aufgaben und Aktivitäten
zu schaffen. Der Unterstützungsbedarf von Selbstorganisationen
soll erhoben werden. In einer zweiten Phase wird ein Pilotprojekt
konzipiert und umgesetzt, voraussichtlich in Form einer Bildungsreihe
für Multiplikatorinnen. Das Modell soll insbesondere die Netzwerke
bzw. das Selbsthilfepotential von Frauen ausbauen.
Publikation
Integration von MigrantInnen in der Steiermark . Interkulturelle
Öffnung - Weiterbildung - Selbstorganisation
[
PERIPHERIE Arbeitspapier 1/2003 ] 
von Barbara Schröttner & Annette Sprung
Veranstaltung
am 11. März 2003 im Café Palaver
Projektpräsentation zur Selbstorganisation von Migrantinnen.
Die Einladung mit dem Ablauf und den Inhalten der Veranstaltung
gibt es hier

Seminar
am 6. 12. 2002
Leben zwischen Abhängigkeit und Selbstbestimmung
Gewalt als Thema der Beratungsarbeit mit Migrantinnen
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